RENNRADPHILOSOPHIE

Als wir mit dem Rennrad fahren anfingen stand im Vordergrund die Intention unsere Region sportlich zu erkunden. Die kleinen und unbekannten Ecken zu erobern. Das Thurgau mit seinen unzähligen verwinkelten Straßen und den immer neuen Ausblicken. Den Bodanrück, verschlafen zwischen den Ausläufern des Bodensees gelegen. Das angrenzende Allgäu, Voralberg und die Höhen des Appenzellerlandes mit dem Toggenburg hinter dem Säntis. Das Rennrad ist dabei einzigartig in seiner Möglichkeit auf einfachste Art, ohne Motorengebrüll große Distanzen überwinden zu können.

Wir sind die Gegenbewegung zu schneller, höher und weiter. Der landschaftliche Reiz, das gemeinschaftliche Erlebnis, der gute Espresso am Wegesrand sind zentrale Aspekte für unsere Rennradpassion. Dabei liegt uns der amerikanische Begriff „roadbike“ -Straßenrad- wesentlich näher als das deutsche Rennrad. Wir fahren unser Rennrad aus dem Gefühl heraus mit ihm über den Asphalt zu fliegen, ohne dabei ständig die eigene Belastungsgrenze zu verlassen. Wir fahren keine Rennen.

Wer unsere Tourberichte liest und unsere Blog verfolgt, der wird registrieren, dass wir bergauf natürlich auch gerne mal unsere Komfortzone verlassen und diese Aktionen dann auch regelmäßig in  zweifelnden Selbstgespräch enden. Das gehört zu jedem sportlichen Erlebnis dazu.

Wir suchen aber nicht das Extrem in Länge, Tempo und Steigung. Wir suchen das außerordentliche Erlebnis im schönsten Ausblick, dem perfekten Moment auf dem Rad und der besten Cafébar am Wegesrand.

Die meisten Menschen jagen so sehr dem Genuss nach
dass sie an ihm vorbeilaufen.