Panoramafetischist

STRECKENDATEN

Hier werdet ihr mit allen Kerndaten zur Strecke versorgt. Immer daran denken, noch könnt ihr eine andere auswählen! 🙂

DISTANZ

193 Kilometer

HÖHENMETER

1920 Höhenmeter

KOSTBARKEITEN

Die Wunderbar in Arbon ist eine meiner liebsten Stellen für einen guten Espresso.

STRECKENBESCHREIBUNG

Für diesen Ausblick über Bregenz benötigt es einen kleinen Abstecher Ort. Aber wenn man schon mal dort ist …

Ab Konstanz pedaliert man sich locker ein. Wenn überhaupt geht es über kleine Hügel im Thurgau. Anfangs begleitet der See noch zur Linken, dann überquert man den Seerücken und kann das Thurgau genießen. Häufig sieht man die wirklich phantastischen Panoramen des Alpsteinmassivs, auf welches man zusteuert.

Der Hummelsberg vor Bischofszell ist der erste “Hügel”. Nicht hoch, aber doch mit einem tollen Blick auf Bischofszell. Anschließend geht es recht steil runter nach Bischofszell. Während der ganzen Abfahrt immer ein Gedanke: “Gott sei Dank bin ich hier nicht hoch!”. Bischofszell ist kein echtes Highlight. Eigentlich sieht es von oben besser aus, als wenn man drin steht. Der Kirchplatz ist nett und verträumt, leider gibt es dort kein Café – das hat man direkt an die Hauptstraße gesetzt.

Durch Bischofszell nehmen wir die Hauptstraße, welche wir aber direkt nach dem Ort wieder verlassen. Autos braucht kein Mensch! Es geht auf einen Radweg, welcher in einen kleinen Wald führt. Hier warten etwa 300 Meter Schotter, allerdings sehr gut mit dem Rennrad befahrbar, auch wenn die Passage gleichzeitig etwa 12-13 % als Steigung anbietet.
Im Anschluss geht`s durch das Hinterland von St. Gallen langsam zum See zurück. Wer möchte kann dort noch ein Blick in den Ort rein werfen, lohnt sich, kostet aber Zeit und der Espresso in guten Läden schlägt mit 6 Franken aufs Konto.

Wir schlängeln uns zumeist bergab Richtung Rorschach. Dabei gibt es herrliche Abfahrten, bei denen man auf den See zudonnert und ein Grinsen kaum vermeiden kann. Außer natürlich man ist der Typ aus der Assos Werbung.

In Rorschach wendet man sich dann seinem neuen Freund zu, dem Rorschacherberg. Der wartet mit allem, was man so zum Leben braucht: Anstiege, Abfahrten, sensationelle Panoramen, Verzweiflung und Glück! Das Ganze startet sanft bei etwa 10 % und immer wieder gibt es auch flache Etappen zur Erholung. Die braucht man auch, denn wie gesagt, es STARTET bei 10 %. Aussicht spricht dabei durchweg für sich. Permanent zur Linken der See, welcher sich vor einem ausbreitet und man kann nicht den Neid verbergen, wenn man die herrlichen Häuser am Hang sieht. Langsam windet sich die Straße weg vom See und man überquert eine Kuppe … peng, knallt einem ein Wahnsinns-Panorama vom Rheintal entgegen. Weinhänge, grüne Hügel und ein Fernblick der einfach rockt!!!

Blick ins Rheintal

Auf halber Höhe des Rorschacherberg geht es etwas auf und ab, man kommt vor lauter Aussicht aber nicht zum Nachdenken, rollt sich von selbst…

Bei dieser Tour verlassen wir den Berg in Richtung St. Margarethen. Man könnte sich dort oben aber spielend noch länger die Zeit vertreiben. Für uns gehts abwärts ins Rheintal, durch St. Margarethen und schwups über die Grenze nach Österreich. Dort verschwinden wir schnell von der Straße und fahren das restliche Stück am See Richtung Bregenz. Dabei kommt hier und da etwas Schotter, aber wieder gut mit dem Rennrad zu meistern. Am Weg finden wir auch hier zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, welche preislich deutlich günstiger liegen als die Vorstellungen der Schweizer Nachbarn. Ich darf hier darauf hinweisen, dass meine beiden Mitfahrer sich hier WÄHREND der Tour Wiener Schnitzel mit Pommes reingezogen haben!!!

Den Bregenzer Hafen auf jeden Fall genießen, bevor wir am See entlang Richtung Lochau fahren. Wären wir jetzt Senioren, dann würden wir am See entspannt zurück – sind wir aber nicht! Darum biegen wir bei Lochau auf den Eichberg ab. Völlig anderer Berg als der Rorschacherberg: Hier gibt es keine Rampen mit 17-18 %, dafür geht es konstant aufwärts. Keine flachen Stücke bringen Erholung und die Steigung sinkt eigentlich nie unter 10 %, das Mittel liegt bei guten 12 %. Aussicht ist zumindest während des Hochkurbelns auch eher für Förster spannend – man kann sich voll auf seine idiotische Idee konzentrieren und die Senioren am See beneiden. Oben wird man dann aber mehrfach entschädigt: Super schön, totaler Panorama-Flash!

Jetzt durchs Hinterland in Richtung Scheidegg. Landschaft wie aus einer Allgäu-Schnulze. Grüne Hügel, schöne Kirchtürme, ruhige Straßen … va bene!

Hinter Scheidegg gehts bergab. Man erinnert sich dunkel daran, am Eichberg etwas hochgekurbelt zu sein. Rasant lange Abfahrt über mehrere Serpentinen, ich glaube 16 sind es. Vergesse jedesmal auf die Schilder zu achten.

Durch´s Hinterland des Sees geht es auf herrlich ruhigen und schönen Straßen in Richtung Langenargen, wo man wieder auf den See trifft. Espresso?

Nicht zu lange direkt am See aufhalten, gerade im Sommer sehr voll. Also an Meckenbeuren vorbei, durch große Obstplantagen in Richtung Deggenhauser Tal. Ruhig, schön und nett … ausrollen, relaxen, Endorphinrausch mitnehmen und im Bogen runter nach Meersburg zur Fähre.

Wer von dieser Tour zurück kommt und sagt: nichts wirklich gesehen… dem zahle ich den Espresso 😉

BODENSEE RENNRAD
Tourdaten
Spass
80%
Panorama
100%
Espresso
50%